preloadpreload

ZIP 2010, A 65

Nr. 234

BGH zu Wohnwertverbesserung durch den Mieter und Mieterhöhung

Wohnwertverbesserungen, die ein Mieter vorgenommen und finanziert hat, sind bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen von Mieterhöhungsverlangen nicht zu berücksichtigen, wenn nicht die Parteien etwas anderes vereinbart haben oder der Vermieter dem Mieter die verauslagten Kosten erstattet hat. Die vom Mieter auf eigene Kosten geschaffene Wohnwertverbesserung bleibt bei der Ermittlung der Vergleichsmiete auch dann unberücksichtigt, wenn sie auf einer vertraglichen Verpflichtung beruht. Das hat der BGH mit Urteil vom 7.7.2010 (VIII ZR 315/09) entschieden.

Anderenfalls müsse der Mieter die Ausstattung seiner Wohnung im Ergebnis doppelt bezahlen, zunächst beim Einbau entsprechend der vertraglichen Verpflichtung und später nochmals durch eine auch auf diese Ausstattung gestützte Mieterhöhung.

ZIP
Cover

ZIP – Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

5 Ausgaben als ko­sten­frei­es Probe-Abo

inkl. 14 Tage ko­sten­freie ZIP-online Nutzung

» Probe-Abo hier be­stel­len

Banner Riedel, Lohnpfändung und Insolvenz