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Aktuell

27.01.2012

EuGH: Anspruch auf Jahresurlaub unabhängig von effektiver Mindestarbeitszeit

Die Richtlinie über Arbeitszeitgestaltung (RL 2003/88/EG) steht einer französischen Regelung entgegen, nach der ein Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nur entsteht, wenn der Arbeitnehmer mindestens zehn Tage beim selben Arbeitgeber im Bezugszeitraum (grundsätzlich ein Jahr) gearbeitet hat. Dieses Recht darf nicht beeinträchtigt werden, wenn der Arbeitnehmer infolge einer Krankheit oder …
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27.01.2012

BFH: Vorsteuerberichtigung bei Steuerbefreiung nach Unionsrecht

Beruft sich der Unternehmer nachträglich auf eine im nationalen Recht nicht vorgesehene Steuerbefreiung des Unionsrechts, ist die Vorsteuer zu berichtigen. Das hat der BFH mit Urteil vom 15.9.2011 (V R 8/11) entschieden.In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Spielhallenbetreiber für den Erwerb von Geldspielautomaten die Vorsteuer abgezogen, da Umsätze mit Geldspielautomaten nach nationalem …
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27.01.2012

BAG zum Anspruch auf Weihnachtsgratifikation nach Kündigung

Der Anspruch auf eine Weihnachtsgratifikation kann vom ungekündigten Bestehen des Arbeitsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt abhängig gemacht werden. Dabei kommt es nicht darauf an, wer das Arbeitsverhältnis gekündigt hat. Das hat das BAG mit Urteil vom 18.1.2012 (10 AZR 667/10) entschieden.Ob die Zahlung einer Sonderzuwendung unter die Bedingung des ungekündigten Bestehens des …
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27.01.2012

Bundesnotarkammer startet Testamentsregister

Am 1.1.2012 hat das Zentrale Testamentsregister seinen Betrieb aufgenommen. Das Testamentsregister ermittelt im Todesfall, ob für den Verstorbenen ein Testament, ein Erbvertrag oder eine sonstige erbfolgerelevante Urkunde in amtlicher Verwahrung existiert. Das Ergebnis wird dem zuständigen Nachlassgericht mitgeteilt. Liegt eine Urkunde vor, so wird auch die verwahrende Stelle (also der Notar …
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27.01.2012

EuGH-GA zum Auskunftsanspruch des abgelehnten Stellenbewerbers

Einem Stellenbewerber muss nicht in jedem Fall seiner Nichtberücksichtigung ein Anspruch gegen das ausschreibende Unternehmen auf Auskunft eingeräumt werden, ob und aufgrund welcher Kriterien es einen anderen Bewerber eingestellt hat, auch wenn der betreffende Bewerber darlegt, dass er die Voraussetzungen für die vom Unternehmen ausgeschriebene Stelle erfüllt. Diese Ansicht hat Generalanwalt …
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27.01.2012

BFH: Keine Korrektur der Anrechnungsverfügung nach Zahlungsverjährung

Das Finanzamt kann versehentlich zu viel angerechnete und an den Steuerpflichtigen erstattete Lohnsteuer nicht mehr zurückfordern, wenn seit dem Erlass des Einkommensteuerbescheids mehr als fünf Jahre verstrichen sind. Das hat der BFH mit Urteil vom 25.10.2011 (VII R 55/10) entschieden. Auf den Zeitpunkt der Änderung der Anrechnungsverfügung komme es nicht an.Nach Ablauf der Verjährungsfrist …
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27.01.2012

BAG zur Hinweispflicht des ArbG auf verlängerte Anrufungsfrist

Weist das Arbeitsgericht den Arbeitnehmer im Rahmen einer rechtzeitig erhobenen Kündigungsschutzklage gemäß dem Wortlaut des § 6 Satz 1 KSchG darauf hin, dass er sich bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz zur Begründung der Unwirksamkeit der Kündigung auch auf innerhalb der Klagefrist nicht geltend gemachte Gründe berufen kann, so genügt es damit seiner Pflicht aus § …
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27.01.2012

BGH: Rabatt für Arzneimittel aus dem Ausland

Der BGH hat mit Urteil vom 12.1.2012 (I ZR 211/10 – Europa-Apotheke Budapest) das Rabattmodell einer Apotheke für Arzneimittel aus dem Ausland teilweise für rechtmäßig erklärt. Die beklagte Apotheke bot Kunden an, Medikamente bei einer Apotheke in Budapest zu bestellen. Das OLG München hatte die Beklagte nur zur Unterlassung verurteilt, soweit sie Rabatte auf preisgebundene …
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26.01.2012

BMF zu Anwendungsfragen zu § 55 Abs. 4 InsO

BMF-Schreiben vom 17.1.2012 - IV A 3 - S 0550/10/10020-05 (2012/0042691)

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25.01.2012

BFH: Umsatzbesteuerung von Leistungen eines Partyservice

Nr. 8/2012 vom 25. Januar 2012 Urteil vom 23. November 2011 XI R 6/08 Mit Urteil vom 23. November 2011 XI R 6/08 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Leistungen eines Partyservice-Unternehmens grundsätzlich sonstige Leistungen (Dienstleistungen) darstellen, die dem Regelsteuersatz ...

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25.01.2012

Bundesgerichtshof bejaht Zulässigkeit der Angabe eines Postfachs als Widerrufsadresse bei Fernabsatzverträgen

Der Bundesgerichtshof hat heute eine Entscheidung zu der Frage getroffen, ob für eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung bei einem Fernabsatzgeschäft die Angabe einer Postfachadresse des Widerrufsadressaten ausreicht. Der Kläger schloss mit der Rechtsvorgängerin der Beklagten, einem ...

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25.01.2012

BFH: Umsatzsteuer - Vorsteuerberichtigung bei nachträglicher Berufung auf Steuerfreiheit nach Unionsrecht

Nr. 7/2012 vom 25. Januar 2012 Urteil vom 15. September 2011 V R 8/11 Mit Urteil vom 15. September 2011 V R 8/11 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Vorsteuer zu berichtigen ist, wenn sich der Unternehmer nachträglich auf eine im nationalen Recht nicht vorgesehene Steuerbefreiung ...

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23.01.2012

BGH, Urteil vom 29. November 2011 - XI ZR 370/10

Leitsätze des Gerichts:
1. Bei missbräuchlicher Abhebung an einem Geldautomaten unter Eingabe der richtigen persönlichen Geheimzahl (PIN) spricht der Beweis des ersten Anscheins nur dann dafür, dass der Karteninhaber pflichtwidrig die PIN auf der Karte notiert oder gemeinsam mit dieser verwahrt hat, wenn bei der Abhebung die Originalkarte eingesetzt worden ist (Bestätigung des Senatsurteils vom 5. Oktober 2004 - XI ZR 210/03, BGHZ 160, 308, 314 f.).
2. Zur Auslegung einer Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer kartenausgebenden Bank, nach der der Karteninhaber vor Anzeige des Verlustes der Karte lediglich bis zu einem bestimmten Höchstbetrag haftet.
3. Legt eine kartenausgebende Bank in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Höchstbetrag für Bargeldauszahlungen an Geldautomaten pro Tag fest, schützt diese Klausel auch den Karteninhaber, sodass dessen Haftung im Falle eines Kar-tenmissbrauchs auf diesen Betrag begrenzt sein kann, wenn die Bank ihrer Pflicht, die Einhaltung des Höchstbetrags zu sichern, nicht genügt hat.

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23.01.2012

BGH, Beschluss vom 1. Dezember 2011 - IX ZB 260/10

Leitsatz des Gerichts:
Die Restschuldbefreiung kann dem Schuldner auf Antrag eines Insolvenzgläubigers auch dann versagt werden, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig in der Zeit zwischen Eröffnung des Insolvenzverfahrens und Schlusstermin schriftlich unrichtige oder unvollständige Angaben über seine wirtschaftlichen Verhältnisse macht, um einen Kredit zu erhalten, Leistungen aus öffentlichen Mitteln zu beziehen oder Leistungen an öffentlichen Kassen zu vermeiden.

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20.01.2012

BGH, Beschluss vom 13. Oktober 2011 - IX ZB 37/08

Leitsatz des Gerichts:
Werden in den darstellenden Teil des Insolvenzplans die vom Schuldner begangenen Insolvenzstraftaten (§§ 283 bis 283c StGB) nicht aufgenommen, ist die Bestätigung des Plans nur zu versagen, wenn der Plan auf eine Unternehmensfortführung abzielt.

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20.01.2012

OLG Köln: Keine Werbung mit „doppelt schnellem“ Internetzugang

Die Unity Media NRW GmbH und die Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG warben damit, die von ihnen angebotenen Internetverbindungen seien „doppelt so schnell wie normales DSL“. Auf Antrag eines Konkurrenzanbieters hatte das LG Köln diese Werbung per einstweiliger Verfügung vorläufig untersagt. Das OLG Köln hat mit zwei Urteilen vom 16.12.2011 (6 U 146/11 und 6 U 150/11) die Entscheidungen …
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20.01.2012

BVerfG zur Regulierung des Telekommunikationsmarkts

Die BNetzA hatte 2006 eine Regulierungsverfügung erlassen, mit der sie der beschwerdeführenden Mobilfunknetzbetreiberin aufgrund zuvor festgestellter beträchtlicher Marktmacht auf dem Markt für Anrufzustellung in ihr Mobilfunknetz Zugangsverpflichtungen nach § 21 TKG aufgegeben und angeordnet hatte, dass die Entgelte für die Zugangsleistungen vorab genehmigt werden müssen. Das BVerwG hatte …
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20.01.2012

EU: Grünbuch zu elektronischem Zahlungsverkehr

Die EU-Kommission hat am 11.1.2012 das Grünbuch KOM(2011) 941 vorgestellt, in dem Hindernisse für die Integration von Karten-, Internet- und mobile Zahlungen im europäischen Binnenmarkt untersucht werden. Die Kommission führt damit eine umfassende Konsultation bis zum 11.4.2012 durch.Die zentralen Fragen des Grünbuchs zielen auf die Überwindung der Hindernisse im Bereich der multilateralen …
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20.01.2012

EU: Mängel bei Online-Kreditangeboten

Eine EU-weite Überprüfung von Verbraucherkredit-Internetseiten, die EU-Verbraucherkommissar Dalli am 10.1.2012 in Brüssel vorgestellt hat, hat ergeben, dass über zwei Drittel der Webseiten, die im Internet Kredite oder Kreditkarten anbieten, ihre Kunden nicht ausreichend über wichtige Kriterien informieren. Oft fehlen Angaben darüber, wie viel der Kredit insgesamt kostet, wie lange der …
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20.01.2012

BMF zur grenzüberschreitenden Organschaft

Das Urteil des BFH vom 9.2.2011 (I R 54, 55/10, ZIP 2011, 1059 (LS)), in dem der BFH die Auffassung vertritt, dass eine inländische Kapitalgesellschaft im Rahmen einer gewerbesteuerlichen Organschaft Organgesellschaft eines in Großbritannien ansässigen gewerblichen Unternehmers als Organträger sein kann, steht nicht im Einklang mit der Auslegung des DBA-Diskriminierungsverbots durch die …
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Downloads
PDFRegierungsentwurf des ESUG in der Fassung vom 27.10.2011
PDFWir protestieren! Gegen die Wiedereinführung des Fiskusprivilegs im Insolvenzverfahren
PDFDiskussionsentwurf für ein Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen
PDFLeitsatzsammlung Schrottimmobilien
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