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Wir protestieren! Gegen die Wiedereinführung des Fiskusprivilegs im InsolvenzverfahrenDiskussionsentwurf für ein Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen

Aktuell

02.09.2010

BAG: Nichteinhaltung der Kündigungsfrist und Klage nach § 4 Satz 1 KSchG - Unanwendbarkeit des § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB

Bei einer ordentlichen Arbeitgeberkündigung muss der Arbeitnehmer die Nichteinhaltung der objektiv richtigen Kündigungsfrist innerhalb der fristgebundenen Klage nach § 4 Satz 1 KSchG geltend machen, wenn sich die mit zu kurzer Frist ausgesprochene Kündigung nicht als eine solche mit der ...

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01.09.2010

BFH: Billigkeitsmaßnahmen bei unternehmerbezogenen Sanierungen

Urteil vom 14. Juli 2010 X R 34/08 Pressmitteilung Nr. 75 vom 1. September 2010 Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 14. Juli 2010 X R 34/08 entschieden, dass Billigkeitsmaßnahmen nach den Vorgaben des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 27. Mai 2003 IV A 6 -S 2140- ...

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31.08.2010

BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - VI ZR 259/09

Leitsätze des Gerichts:
Der Schädiger kann den Geschädigten unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht gemäß § 254 Abs. 2 BGB auf eine günstigere Reparaturmöglichkeit in einer mühelos und ohne Weiteres zugänglichen "freien Fachwerkstatt" verweisen, wenn er darlegt und gegebenenfalls beweist, dass eine Reparatur in dieser Werkstatt vom Qualitätsstandard her der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt entspricht, und wenn er gegebenenfalls vom Geschädigten aufgezeigte Umstände widerlegt, die diesem eine Reparatur außerhalb der markengebundenen Fachwerkstatt unzumutbar machen würden (vgl. Senatsurteile vom 20. Oktober 2009 - VI ZR 53/09 - VersR 2010, 225, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; vom 23. Februar 2010 - VI ZR 91/09 - VersR 2010, 923; vom 22. Juni 2010 - VI ZR 337/09 - und - VI ZR 302/08 - jeweils z.V.b.).
2. Für die tatrichterliche Beurteilung der Gleichwertigkeit der Reparaturmöglichkeit gilt auch im Rahmen des § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB das erleichterte Beweismaß des § 287 ZPO.

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27.08.2010

BGH, Beschluss vom 14. Juni 2010 - II ZB 15/09

Leitsatz des Gerichts:
Nimmt der Kläger im aktienrechtlichen Anfechtungsprozess im Rahmen eines Vergleichs die Klage zurück, hat er - vorbehaltlich der Ausnahmeregelung des § 269 Abs. 3 Satz 2 Halbs. 2 ZPO - auch die außergerichtlichen Kosten der auf Beklagtenseite beigetretenen, am Vergleich nicht beteiligten streitgenössischen Nebenintervenienten gemäß § 269 Abs. 3 Satz 2 Halbs. 1 ZPO zu tragen (Bestätigung des Sen.Beschl. v. 15. Juni 2009 - II ZB 8/08, DStR 2009, 1970 Tz. 12).

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27.08.2010

BVerfG: Mangold-Urteil des Europäischen Gerichtshofs stellt keine verfassungsrechtlich zu beanstandende Kompetenzüberschreitung dar

Die Beschwerdeführerin ist ein Unternehmen der Automobilzulieferung, das im Februar 2003 mehrere befristete Arbeitsverträge mit zuvor arbeitslosen Personen schloss, ohne für die Befristung einen sachlichen Grund zu haben. Nach der damals geltenden Fassung von § 14 Abs. 3 Satz 4 des Teilzeit- und ...

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27.08.2010

Bundesministerium der Finanzen: Systemische Risiken im Finanzsektor wirksam begrenzen – Bundesregierung beschließt Restrukturierungsgesetz

Das Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung den Entwurf eines Restrukturierungsgesetzes beschlossen. Das Gesetz soll zum 31. Dezember 2010 in Kraft treten. Das Bundesministerium der Finanzen erklärt hierzu: Die Erfahrungen in der jüngsten Finanzkrise haben gezeigt: Das bestehende gesetzliche ...

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27.08.2010

BGH: Verurteilung von Trienekens-Geschäftsführern wegen Beihilfe zur Untreue bestätigt

Das Landgericht hat den Angeklagten F. wegen Beihilfe zur Untreue in 14 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und den Angeklagten M. wegen Beihilfe zur Untreue in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Es hat angeordnet, dass zur ...

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27.08.2010

BReg: Entschädigungsanspruch bei überlangen Prozessen

Die Bundesregierung hat am 18.8.2010 einen Gesetzentwurf über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren beschlossen. Der Entwurf sieht einen Entschädigungsanspruch gegen den Staat vor, wenn Verfahren unangemessen lange dauern. Ein Betroffener kann künftig eine Entschädigungsklage gegen den Staat erheben und Ersatz für die Nachteile verlangen, …
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27.08.2010

BGH zu Wohnwertverbesserung durch den Mieter und Mieterhöhung

Wohnwertverbesserungen, die ein Mieter vorgenommen und finanziert hat, sind bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen von Mieterhöhungsverlangen nicht zu berücksichtigen, wenn nicht die Parteien etwas anderes vereinbart haben oder der Vermieter dem Mieter die verauslagten Kosten erstattet hat. Die vom Mieter auf eigene Kosten geschaffene Wohnwertverbesserung bleibt bei der …
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27.08.2010

BGH zum Strafverfahren gegen Falk

Der BGH hat mit Beschluss vom 14.7.2010 (1 StR 245/09) die Revisionen von Alexander Falk und zwei Mitangeklagten gegen deren strafrechtliche Verurteilungen durch das LG Hamburg zurückgewiesen. Das LG hatte Falk, ehemaliger Verwaltungsratsvorsitzender der Schweizer Distefora Holding AG, und weitere Beteiligte wegen versuchten Betrugs, unrichtiger Darstellung gem. § 400 Abs. 1 Nr. 1 AktG sowie …
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27.08.2010

BAG zu Benachteiligungen nach dem AGG im Bewerbungsverfahren

Das BAG hat mit Urteilen vom 19.8.2010 in drei Klageverfahren von erfolglosen Bewerbern entschieden, die Schadensersatz wegen Benachteiligung nach dem AGG geltend gemacht hatten.In dem Verfahren 8 AZR 530/09 hat das BAG festgestellt, dass eine Stellenausschreibung grundsätzlich gegen das Altersdiskriminierungsverbot verstößt, wenn in einer Stellenausschreibung ein „junger“ Bewerber gesucht …
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27.08.2010

BVerfG zur Besteuerung privater Veräußerungsgewinne

Die Gewinne aus der Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Anteilen an einer Kapitalgesellschaft unterlagen bis zum 31.12.1998 der Einkommensteuer, wenn der Steuerpflichtige innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Veräußerung zu mehr als 25 % beteiligt gewesen war. Nach 1998 wurde die Beteiligungsgrenze auf 10 % gesenkt. Die Neuregelung galt ab dem Veranlagungszeitraum 1999, bezog …
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27.08.2010

BMJ/BMF: Wiedereinführung des Fiskusprivilegs vom Tisch

Die zuständigen Staatssekretäre von BMJ und BMF haben sich am 20.8.2010 darauf verständigt, dass die von der Bundesregierung Anfang Juni in ihrem Sparpaket geplante Wiedereinführung eines generellen Fiskusvorrechts im Insolvenzverfahren nun doch nicht Gesetz werden soll. Die entsprechende Passage, wonach der Staat zu Lasten der anderen Gläubiger im Insolvenzverfahren vorrangig befriedigt …
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25.08.2010

BGH, Urteil vom 22. Juli 2010 - III ZR 293/09

Leitsatz des Gerichts:
Zum Umfang und Schutzzweck der notariellen Belehrungspflicht bei Beurkundung eines Bauträgervertrags, wenn zum Zeitpunkt der Niederschrift ein Zwangsversteigerungsvermerk zu Lasten des Verkäufers/Bauträgers im Grundbuch eingetragen ist.

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25.08.2010

BGH, Urteil vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09

Leitsätze des Gerichts:
1. Wird ein Rechtsanwalt beauftragt, gegen eine unrichtige Presseberichterstattung vorzugehen, so kann eine Tätigkeit in derselben Angelegenheit auch dann vorliegen, wenn durch die unrichtigen Äußerungen sowohl eine GmbH als auch deren Geschäftsführer betroffen sind und sich die für die Betroffenen ausgesprochenen Abmahnungen sowohl gegen den für das Printprodukt verantwortlichen Verlag als auch gegen die für die Verbreitung der Berichterstattung im Internet Verantwortlichen richten.
2. Sind durch eine falsche Berichterstattung eine GmbH und ihre Geschäftsführer in gleicher Weise betroffen und sollen sich die Abmahnungen wegen der wortgleichen Berichterstattung an den Verlag der Printausgabe, an die Domaininhaberin sowie an die Betreiberin des Online-Angebots richten, wird die Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit einer getrennten Beauftragung derselben Anwaltssozietät und einer getrennten anwaltlichen Bearbeitung in der Regel jedenfalls dann zu verneinen sein, wenn die Abmahnungen ohne weiteren Aufwand zu Unterlassungserklärungen der für die Berichterstattung Verantwortlichen führen und die Sache bis dahin ohne weiteres als eine Angelegenheit bearbeitet werden kann.

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24.08.2010

BGH, Urteil vom 11. März 2010 - I ZR 18/08

Leitsatz des Gerichts:
Berechtigte sind aus Rechtsgründen nicht gehindert, der GEMA das Recht zur Nutzung bearbeiteter oder anders umgestalteter Musikwerke als Klingeltöne oder Freizeichenuntermalungsmelodien nur unter der aufschiebenden Bedingung einzuräumen, dass der Lizenznehmer der GEMA in jedem Einzelfall vor Beginn der Nutzung eine ihm von den Berechtigten zur Wahrung der Urheberpersönlichkeitsrechte der Komponisten erteilte Benutzungsbewilligung vorgelegt hat (Ergänzung zu BGH, Urt. v. 18.12.2008 - I ZR 23/06, GRUR 2009, 395 = WRP 2009, 313 - Klingeltöne für Mobiltelefone I).

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23.08.2010

BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - VI ZR 111/09

Leitsatz des Gerichts:
Wird der im Mahnverfahren nur gegen den KFZ-Haftpflichtversicherer geltend gemachte Anspruch mit der Anspruchsbegründung im Klageverfahren auf den Versicherungsnehmer erweitert, ist die gegen diesen erhobene Klage als unzulässig abzuweisen, wenn vor der Parteierweiterung das grundsätzlich erforderliche Schlichtungsverfahren nicht durchgeführt worden ist.

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23.08.2010

BGH, Urteil vom 23. Juli 2010 - V ZR 142/09

Leitsatz des Gerichts:
Der Ausgleichsanspruch nach § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB gewährt kein Schmerzensgeld.

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23.08.2010

BAG: Diskriminierung eines Stellenbewerbers wegen seines Alters

Eine Stellenausschreibung verstößt grundsätzlich gegen das Altersdiskriminierungsverbot, wenn ein „junger“ Bewerber gesucht wird. Der 1958 geborene Kläger ist Volljurist. Er bewarb sich im Jahre 2007 auf eine von der Beklagten geschaltete Stellenanzeige in einer juristischen Fachzeitschrift. ...

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20.08.2010

BGH, Urteil vom 11. Februar 2010 - I ZR 85/08

Leitsatz des Gerichts:
Das anwendbare materielle Wettbewerbsrecht ist grundsätzlich auch dann nach dem Marktortprinzip zu bestimmen, wenn sich der wettbewerbliche Tatbestand im Ausland ausschließlich unter inländischen Unternehmen abspielt oder sich
gezielt gegen einen inländischen Mitbewerber richtet, der dadurch im Wettbewerb behindert wird (Aufgabe von BGHZ 40, 391, 397 ff. - Stahlexport).

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PDFEntwurf einer Regelung zur Mit­be­stim­mungs­ver­ein­ba­rung sowie zur Größe des mitbestimmten Aufsichtsrats
PDFLeitsatzsammlung Schrottimmobilien
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